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  Glossar
  AES advanced encryption standard
AES bezeichnet einen Kryptografiestandard, der als  Nachfolger für den DES Kryprografiestandard gesehen werden kann. Beide sind symmetrische Kryptoalgorhytmen, mit beliebiger Verschlüsselungstiefe. Zurzeit sind 128 Bit bis 512 Bit Tiefe  - je nach Sicherheitsbedarf -  im Einsatz.
  Agile RFID-Reader
Als Agile Reader bezeichnet man ein RFID Schreib- und Lesegerät, dass auf allen Frequenzbereichen arbeiten kann..
Siehe auch „Reader“ und Frequenzbereiche
  Aktiver RFID-Tag
Als aktiven Tag bezeichnet man einen RFID-Transponder mit eigener Stromversorgung.  Die Stromversorgung des aktiven Tags wird über eine Batterie eingespeist. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist, das man bei bestimmten aktiven die Batterien auswechseln kann und sich in anderen die Energiequelle in einer geschlossenen Einheit befindet. Die zuletzt genannten werden auch als modulare aktive Tags bezeichnet.
  ALOHA-RFID-Protokoll
Das ALOHA-Protokoll wird zum Auslesen von Informationen aus RFID-Transpondern verwendet . Der RFID-Reader oder Lesegerät sendet ein Signal aus, auf das alle Transponder, die sich in der Reichweite des RFID Lesegerätes befinden, nach einer Zufallszeit antworten. Bei diesem Vorgang kann es zu Kollisionen kommen. Der RFID Reader wiederholt den Vorgang solange bis die Informationen aller Transponder gelesen werden können.
Das ALOHA-Protokoll ermöglicht, viele RFID-Label auf kleinstem Raum akkurat auszulesen. Namensgebung stammt von „ALOHAnet“, dem Vorläufer des Ethernet.
  Antikollisionsverfahren
Ein Antikollisionsverfahren dient der Vermeidung von ungeordneten Datentransfers, wenn mehrere RFID-Medien gleichzeitig von einem Leser angesprochen werden. Das Antikollisionsverfahren weist jedem RFID-Medium eine Identität und eine "Sendezeit" zu, sodass gewissermaßen eine "Funkdisziplin" hergestellt wird. Ohne Antikollisionsverfahren versucht jedes Medium im Empfangsbereich seine Daten zu übermitteln, was zu einem unauswertbaren Datenchaos führt.
  ATR-Test
Bei einem ATR-Test (ATR = Answer To Reset) wird ein Prozessorchip einem Hardwarereset unterzogen und die darauf folgenden Statusdaten des Chips ausgewertet.
Wird ein Prozessorchip mehrfach per ATR resettet und gibt hierauf keine Statusmeldung zurück, so gilt der Chip als defekt. Im Gegensatz zu populären Missverständnissen, stellt der ATR-Test keineswegs eine vollumfängliche Funktionsprüfung des Chips dar. Es wird lediglich geprüft, ob der Chip auf ein Reset reagiert.
  Backscatter / Backscattering
entspringt aus dem englischen und bedeutet Rückstreuung. Als RIFD-Backscattering  bezeichnet man die Art der Kommunikation zwischen RFID Readern bzw. Lesegeräten und passiven Transpondern. Die Wellen des Lesegerätes werden vom Transponder reflektiert  Dieser moduliert seine Informationen in diese reflektierten Wellen.
  Beacon
entspringt aus dem englischen und bedeutet  Leuchtfeuer. Im Zusammenhang mit RFID bezeichnet man so aktive einen Beacon, die in definierten Intervallen "aktiviert" werden und dann selbstständig Informationen z.B. an ein Lesegerät versenden.
  CCS (cryptographic checksum)
Eine CCS wird i.d.R. über einen bestimmten Teil einer Datenmenge gebildet, um die Korrektheit der Daten ermitteln zu können. Dies ist vor allem bei leicht veränderbaren Daten, wie z.B. aufgedruckten oder magnetcodierten Daten sinnvoll, um Manipulationen erkennbar zu machen. Die CCS kann hierbei frei lesbar sein, denn die Zahl selbst stellt kein Geheimnis dar. Nur der dieser Zahl zugrundeliegende Cryptoalgorhytmus ist geheim. Ohne Kenntnis dieses Algorhytmus ist es sehr schwierig, valide Daten durch Manipulation zu erzeugen. Ein Beispiel für eine CSS findet sich auf jeder Kreditkarten-Rückseite.
  Clipped-Tag
Als Clipped Tag wird ein RFID-Tag bezeichnet, dessen Antenne der Konsument selber entfernen. Dieses Verfahren wurde von IBM entwickelt.(weitere Verfahren zur Deaktivierung von RFID-Tags, siehe "Kill Command")
  Close Coupling
Mit Close Couplig bezeichnet man Systeme  mit einer Reichweite von 0,1 cm bis 1 cm. Bei diesen Systemen wird der Transponder in das Lesegerät eingesteckt oder dort aufgelegt. Close-Coupling-Systeme arbeiten mit Frequenzen unterhalb von 10 MHz. Die Norm ISO 10536 beschreibt die mechanischen und elektrischen Eigenschaften von Close-Coupling-Chipkarten.
  Closed-Loop-System
Als Closed-Loop-System bezeichnet man ein RFID-gestütztes Kennzeichnungssystem, das in einem Unternehmen zum Einsatz kommen kann. Aufgrund des ausschließlichen Nutzung innerhalb des Unternehmens ist man dabei dann auch nicht an die Einhaltung von offenen Standards gebunden. Ein Beispiel für ein Closed-Loop-System ist ein geschlossener Behälterkreislauf.
  COS/CARDOS/TCOS Card Operating System(e)
Moderne Prozessorchipkarten sind im Prinzip Computer, bzw. Microcontroller mit extrem kleinen Abmessungen. Um den Funktionszweck und das Verhalten dieser Computerhardware festzulegen, bedarf es ebenso wie bei den normalen Computern eines Betriebssystems. Mit dem Betriebssytem werden rudimentäre Eigenschaften, Verhalten und Fähigkeiten zur Verfügung gestellt, die durch individualisierte Programme von verschiedenen Herstellern genutzt werden können. Im Gegensatz zu Personalcomputern wird bei Prozessorchips das Betriebssystem bereits bei der Produktion fest eingebrannt und wird nicht gesondert geladen. Mit dem Betriebssystem alleine lässt sich i.d.R. nur wenig anfangen. Erst die Middleware der jeweiligen Softwarehersteller entfaltet die volle Leistung eines Prozessorchips. Sinnblildlich entspricht dies einem alten MS-Dos PC-System ohne Anwenderprogramme. Es gibt derzeit eine unüberschaubare Anzahl von  Betriebssystemen und Versionen für Prozessorchipkarten, sodass wird dringend  empfehlen, die Entscheidung für einen Chip mit IT-Experten abzusprechen.
  CRC (Cyclic Redundancy Checksum)
Prüfziffer zur validierung der Originalität von Daten.
Siehe auch "CCS"
  CRV (Challenge-Response-Verfahren)
Das Challenge-Response-Verfahren wurde entwickelt, um geheime Daten validieren zu können ohne diese Daten auch nur in Bruchstücken selbst zu veröffentlichen. Ein klassisches Beispiel ist ein nicht öffentlicher Schlüssel, der nie und um keinen Preis jemals preisgegeben werden darf, da dieser die Grundlage jedweder Verschlüsselung darstellt. Um diesen Schlüssel zu validieren ohne ihn selbst anzutasten, sendet ein Kryptografiepartner eine auf Grundlage seines nicht öffentlichen Schlüssels, verschlüsselte Zufallszahl an den Empfänger. Der Empfänger entschlüsselt diese Zufallszahl anhand seines nicht öffentlichen Schlüssels und sendet die Zahl zurück. Stimmt diese Zahl mit der Zahl überein, die der Sender vor der Verschlüsselung zugrunde gelegt hat, kann davon ausgegangen werden, dass beide den selben nicht öffentlichen Schlüssel verwenden.
  DES (Data Encryption Standard)
DES bezeichnet den bekanntesten, symmetrischen Kryptorgafiealgorhytmus, der derzeit bei ausreichend großer Bittiefe (>256bit) als undechiffrierbar anzusehen ist.
  Digitale Signatur
Die digitale Signatur ist von der Grundidee her, der Versuch, im elektronischen Geschäftsverkehr übermittelte Dokumente als "authentisch und persönlich verfasst"  erkennbar zu machen. Im elektronischen Geschäftsverkehr (Email, Webportale usw.) ist es nicht möglich, eine handschriftliche Unterschrift in glaubhafter Weise mitzuversenden. Die digitale Signatur beruht i.d.R. auf einem nicht öffentlichen Schlüssel, der in gesicherter Umgebung von einem Trustcenter vergeben wird, nachdem dieses die Identität des Schlüsselinhabers verifiziert hat. Mithilfe dieses Schlüssels können nun verschlüsselte Transaktionen durchgeführt werden, bei denen nicht durch abhören die Gefahr einer unautorisierten Duplikatserstellung entsteht. Wichtig in diesem Zusammenhang, ist die Unterscheidung zwischen der "vereinbarten digitalen Signatur" und der "qualifizierten digitalen Signatur". Bei der vereinbarten Signatur beschließen 2 Vertragsparteien, ein wie auch immer sicheres oder unsicheres Signaturverfahren als rechtsgültiges Unterschriftsmittel anzusehen. Von der Entscheidung für die Qualitätsstufe hängt es ab, in wie weit dieses Verfahren einen Missbrauch verhindern kann oder nicht. Bei der "qualifizierten digitalen Signatur" handelt es sich um ein von der Regierung festgelegtes und überwachtes System um digitale Unterschriften, gegenüber JEDEM, auch ohne Sondervereinbarung, als rechtssicher ausstellen zu können. Die qualifizierte digitale Signatur entspricht somit zu 100% der physischen Unterzeichnung eines Dokumentes.
  Dimple
entspringt aus dem englischen und bedeutet Vertiefung oder Versenkung. Etiketten für die elektronische Diebstahlsicherung (siehe EAS) werden vor dem Verlassen eines Geschäftes mit einem Deaktivator zerstört. Dazu sind die Label über einen Schwingkreis aus einer Spule und einem Kondensator ausgestattet. Der Kondensator enthält spezielle Sollkurzschlussstellen. Diese werden als „Dimples“ bezeichnet. Mit Hilfe eines starken Magnetfeldes zerstört der Deaktivator den Kondensator an den Dimples und verfälscht so den Schwingkreis. Das EAS-Etikett kann danach nicht mehr von den Detektoren erkannt werden.
  Dual Interface Plastikkarte
Bei einer Dual Interface Plastikkarte handelt es sich um einen Kartentyp bei dem auf die selben Speicherbereiche sowohl über Kontaktflächen, als auch über RFID zugegriffen werden kann. Die Dual-Interface-Plastikkarte  sollte nicht mit einer Hybridkarte verwechselt werden, da in einer Hybridkarte 2 voneinander unabhängige Schaltkreise verbaut sind.
  EEPROM (electrical erasable programmable read only memory)
Ein EPROM ist eine nicht flüchtige Speicherart, bei der die Daten  zum Erhalt nicht permanent mit Strom versorgt werden müssen.  Einmal gespeicherte Daten halten ohne Stromversorgung typischerweise bis zu 10 Jahren. Bei einem EPROM ist der Schreibvorgang irreversibel.  Bei einem EEPROM können die Daten hingegen elektronisch gelöscht und neu beschrieben werden, was ihn zum idealen Speicher für Identifikationsmittel, wie z.B. Plastikkarten macht.
  Electronic Article Surveillance (EAS)
EAS bezeichnet die Elektronische Artikelsicherung bzw.  Diebstahlsicherung. EAS arbeitet mit so genannten 1-Bit-Transpondern. Diese Tags oder Etiketten liefern nur die Information ob der "Transponder vorhanden" oder nicht vorhanden ist.

  Electronic Product Code (EPC)
Der Datenstandard EPC dient der eindeutigen Identifizierung von Produkten und Produktarten durch individuelle Zuweisung von Seriennummern. Er berücksichtigt dabei auch die heutigen Standards wie die EAN-Nummer und die NVE.
  Faradayscher Käfig
Der Physiker Michael Faraday entdeckte, dass das Innere eines elektrischen Leiters immer feldfrei ist. Ein Behälter aus Metall wirkt also wie eine Abschirmung. Ein Auslesen von RFID-Transpondern in Metallbehältern ist daher nicht möglich.
  Fernfeld
Eine Leiterschleife (Antenne) ist von einem magnetischen Feld umgeben. Dieses Feld geht kontinuierlich in ein elektromagnetisches Feld über. In einer Entfernung von Lambda/2pi beginnt das elektromagnetische Feld, sich von der Antenne abzulösen, und breitet sich als elektromagnetische Welle im Raum aus. Ab einer Entfernung von Lambda/2pi spricht man vom Fernfeld.
Siehe auch „Nahfeld“.
  Flachantenne
Flache, leitende Flächenantennen, in der Regel aus einer Metallplatte oder Folie.
  Flash-Speicher
Bezeichnung für einen nichtflüchtigen, wieder beschreibbaren Speicher.
  Frequenz
Die Anzahl der Zyklen, die ein periodisches Signal innerhalb einer Zeiteinheit
aussendet.
  Gate
Gate entspringt dem englischen und bedeutet "Tor". Als RFID-Gate bezeichnet man eine Anordnung mehrerer RFID-Antennen, die mit Hilfe eines Multiplexers mit einem RFID-Reader kommunizieren. Während der Erfassung der RFID-Transponder-Daten werden so gegenüberliegende Antennenpaare angeschaltet. Je nach Lesereichweite und Größe des Tores bzw. RFID-Gates müssen dementsprechend viele Antennen aufgestellt werden.
  Gen2 - Generation 2
Der Generation 2 (Gen 2) Standard umschreibt den Aufbau und die Darstellung der Informationen. Darüber hinaus wurden bestimmte Anforderungen betreffend der Kommunikation mit dem Lesegerät festgelegt.
  Hybrid-Karte oder Medium
Bei einem hybriden Identifikationsmittel (Plastikkarte, Tag, Label o.ä.) sind 2 oder mehr voneinander unabhängige RFID oder kontaktbehaftete Schaltkreise verbaut. Bei gleichzeitigem Verbauen mehrerer RFID-Techniken werden i.d.R. unterschiedliche Frequenzbereiche gewählt, um unerwünschte Datenkollisionen zu vermeiden. Gängige Hybridtechniken sind z.B. Legic mit em4102, Mifare mit Hitag-1 usw. Die häufigste Anwendung ist aber die  PKI-Prozessorchipkarte mit zusätzlichem RFID-Transponder. Durch geschicktes Ausnutzen der Toleranzbereiche der jeweiligen RFID's ist es auch möglich, 2 RFID-Antennen in "gleicher" Frequenz herzustellen. Dies ist allerdings physikalisch grenzwertig und vorab genau zu prüfen.
  Initialisierung
Eine Initialisierung ist ein Prozess um ein Identifikationsmittel mit rudimentären Verhaltens- und Datencharacteristika zu versehen. Die Initialisierung wird oft mit der Personalisierung verwechselt. Der Unterschied ist, dass bei der Initialisierung noch keine Individualdaten gespeichert werden, sondern lediglich Grundeinstellungen vorgenommen werden. Zum Beispiel: RFID-Medien können z.T. in unterschiedlichen Betriebsmodi verwendet werden. Bei der Initialisierung wird u.a. der erwünschte Betriebsmodus gesetzt, bevor irgendwelche Individualdaten Personalisiert werden.
  Inlay
Als ein Inlay bezeichnet man einen RFID-Mikrochip, der mit einer RFID-Antenne verbunden ist. Als Trägermaterial dient hier meistens eine Kunstofffolie. Diese noch unfertigen RFID-Inlays werden im Anschluss an Hersteller von Etiketten verkauft, die RFID-Inlays dann erst zu einem Smart-Label bzw. Smart-Etikett machen.
  Item-Level-Tagging
Als Item-Level-Tagging bezeichnet man die Auszeichnung von Waren/Gütern auf Artikelebene bzw. Stückgütern.
  Java-Card / Java-Plastikkarte
Eine Java-Card ist eine Plastikkarte, in die ein Mikrokontroller verbaut ist, der über ein Subset der hochsprache Java programmiert werden kann. Java-Cards werden in der Regel für kryptografische Einsatzgebiete verwendet. Die Hochsprache Java erleichtert die Erstellung individueller Kryptoverfahren und Anwendungen erheblich. Herkömmliche Kryptochips werden i.d.R. in Maschinensprache (= nur Zahlencodes) Programmiert.
  JCOP (JavaCard Open Plattform)
JCOP ist ein populäres JavaCard betriebssystem für Prozessorchipkarten.
  Kill Command
Ein "Kill Command" ist ein Verfahren bei dem auf dem RFID-Chip alle gespeicherten Informationen gelöscht werden
  Koerzitivität
Koerzitivität bezeichnet die erforderliche Magnetfeldstärke zur Veränderung von Daten auf einem Magnetstreifen. Die Koerzitivität wird in Oerstedt gemessen. Derzeit  üblich sind Feldstärken von 300, 2750 und 4000 Oerstedt. Je kleiner die erforderliche Feldstärke ist, desto höher ist die Gefahr unbeabsichtigter Datenlöschungen. Bei neuen Systemen wird daher bevorzugt der 4000 Oerstedt Magnetstreifen eingesetzt, da 300Oerstedt Magnetstreifen z.T. sogar von magnetischen Handtaschenverschlüssen gelöscht werden können.
  Lasergravur
Bei der Lasergravur werden Farbpigmente des Plastikkartenmaterials dauerhaft und in der Tiefe verbrannt. Ein abwischen, auch mit Chemikalien, ist definitiv nicht möglich. Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen, ist daher die Lasergravur der Thermobeschriftung vorzuziehen.
  Lesen
Als Lesen bezeichnet man die Dekodierung, die Extraktion und die Darstellung von RFID-Dateninhalten. Diese werden zusätzlich neben den für Formatdefinition, Kontrolle und Fehlermanagement vorgesehenen Bits vom RFID-Tag gesendet.
  Leserate
Die Leserate gibt die maximale Geschwindigkeit an, mit der Daten von einem Tag gelesen werden können, ausgedrückt als Bits oder Bytes pro Sekunde.
  Magnetstreifen
Bei einer Magnetstreifenkarte, werden in der Regel 1-3 Spuren mit unterschiedlicher Bitdichte zur Codierung verwendet. Das Verfahren entspricht dem Tonband-Speicherverfahren, dass aus den Urzeiten der Heimcomputer bekannt ist. Ein Magnetstreifen selbst, bietet keinerlei Datensicherheit. Eine minimale Datensicherheit kann durch Vorverschlüsselung der Daten erzielt werden. Magnetstreifen sind ebenso wie Barcodes äusserst preiswerte Verfahren. Wir bieten Karten in Hico 4000 Oerstedt, Meco 2750 Oerstedt und Loco 300 Oerstedt. Der Magnetstreifen wird i.d.R. in Iso-Position geliefert, kann aber auch für Sonderanwendungen an fast beliebiger Stelle auf der Karte aufgebracht werden.
  MIFARE®
Als MIFARE® bezeichnet man die NXP-Variante von RFID nach ISO 14443 A. NXP liefert neben dem MIFARE®-Chip  auch die Schaltkreise zum Bau von RFID-Schreib-/Lesegeräten.
  Multiplexer
Mit einem Multiplexer kann man mehrere Antennen an einem RFID-Reader betreiben. Dabei ist eine Reihenfolge einstellbar in der die Antennen aktiviert werden und wieder abgeschaltet werden. Generell werden immer zwei sich gegenüberliegende Antennen aktiviert. Die Nutzung eines Multiplexers verhindert, dass sich die Antennen gegenseitig stören, reduziert die Kosten für der RFID-Reader, die zur Abdeckung des gegebenen Feldes ohne Multiplexer benötigt werden. Dadurch kann der Anwender die Kosten des RFID-Systems reduzieren.
  Nahfeld
Eine Leiterschleife ist von einem magnetischen Feld umgeben. Dieses Feld geht kontinuierlich in ein elektomagnetisches Feld über. In einer Entfernung von Lambda/2pi beginnt sich das elektromagnetische Feld von der Antenne abzulösen und breitet sich als elektromagnetische Welle im Raum aus. Bis zu einer Entfernung von Lambda/2pi ist eine induktive Kopplung zwischen Lesegerät und Transponder möglich. Dieser Bereich wird als Nahfeld bezeichnet.
  Near Field Communication NFC
RFID-Systeme, die im Nahfeld arbeiten, werden als NFC-Systeme bezeichnet. Der Radius des Nahfeldes wird durch die verwendete Frequenz bzw. Wellenlänge bestimmt.
  Nominal Range
Englische Bezeichnung für die mögliche Leseentfernung, also die Entfernung, auf die ein zuverlässiges Auslesen eines Tags möglich ist.
  Objekt Name Service (ONS)
Das Objekt Name Service oder kurz ONS ist eine spezielle Netzwerkarchitektur, die ein Rückverfolgen von Waren möglich macht. Noch vor der Gen2-Einführung wurde auf dem RFID-Transponder nur der Electronic Product Code(EPC) gespeichert. Der Objekt Name Service ist erforderlich um eine Verbindung zwischen dem Material und dem Speicherort, der zu dem Material gehörenden Informationen anzugeben.
  Paritätsprüfung / Paritätsbit
Bei einer Paritätsprüfung wir ein Bit pro Byte dafür verwendet, um die Unverändertheit des Bytes rudimentär erkennen zu können. Hierbei wird festgelegt, dass ein Byte entweder bei einer geraden oder ungeraden quersumme der datenbits gesetzt werden soll. Ist nun eine Quersumme z.B. ungerade und das bit sollte 1 sein bei einer geraden quersumme, dann ist das byte verändert worden und somit unbrauchbar.
  Passiver RFID Tag
Passive RFID Tags haben im Gegensatz zu aktiven RFID Tags keine eigene Energieversorgung. Sie werden aus externen Quellen gespeist und beziehen ihre Energie typischerweise von dem Trägersignal, das vom Lesegerät ausgegeben wird. Siehe auch „Aktiver RFID Tag“
  PCSC (PersonalComputer SmartCard)
Mit der PCSC wird eine hardware- und plattformunabhängige Schnittstelle für die Kommunikation von Smartcards mit Personalcomputern. Die Hardwareseitige Anpassung findet  über eine Middleware statt, die die Hardwaresignale in PCSC konforme Signale übersetzt.
  Personalisieren
Personalisieren bezeichnet oberbegrifflich, dass ein Identifikationsmittel durch technische und oder optische Veränderung eindeutig einer Person zugeordnet wird. Dies findet in der Regel durch im Thermodruck aufgebrachte Personalien incl. Personenbild statt. Bei biometrischen Systemen werden zusätzliche Merkmale, wie Fingerabdruck, Gesichtsgeometrie oder Irisdaten gespeichert.
  Physical Markup Language (PML)
Mit der Physical Markup Language ist es möglich physikalische Objekte, Waren sowie die Umgebungsinformationen zu beschreiben. Die Physical Markup Language stellt zum Beispiel die Nummern des EPC dar, RFID-Reader-Identnummern, Sensordaten für physikalische Größen, Barcode-Daten, etc. PML basiert auf der XML Programmiersprache. Zusammen mit dem Electronic Product Code(EPC) und dem Objekt Name Service (ONS) ist die Physical Markup Language (PML) die Basis für die automatische Verbindung zwischen physischen Warenfluss und Informationsfluss. Der EPC dient zur Identifizierung von Produkten. Die PML beschreibt dabei das Produkt und der ONS stellt die Verbindung beider Komponenten sicher.
  PIN / PIN-Code (Personal Identification Number)
Ein PIN-Code bezeichnet eine Geheimzahl oder geheime Passphrase, mit der eine persönliche Authentisierung durchgeführt wird. Im Zusammenhang mit weiteren technischen Mitteln, wie z.B. einer RFID-Karte, spricht man von einer 2-Faktor Authentisierung. 1. Faktor = Karte / 2. Faktor = PIN-Code. Die Nachteile von PIN-Codes ohne 2. Authentisierungsmedium sind: Ausspionierbarkeit, Abhörbarkeit und z.T. auch geringe Signifikanz. Zum Vergleich: Elektronische Systeme liefern heute "eine PIN" mit bis zu 512 Zeichen. Von Menschen einzugebende PINs sind i.d.R. gerade mal 4 Stellig.
  PKI (Public Key Infrastructure)
Unter einer Public Key Infrastructure versteht man alle, zum sicheren Betrieb einer unternehmensweiten Zertifikatshandhabung nötigen Instrumentarien. Dies beinhaltet Hard- und Software, Trustcenter Identifikationsmedium und z.T. abhörsichere Übertragungswege. Eine PKI-Karte ist hierbei oft der Datenträger für die persönliche und nicht öffentliche Signatur. Eine komplette PKI aufzusetzen ist unter Umständen ein sehr aufwändiger und unternehmensweiter  Prozess, der ohne Hilfe von Experten i.d.R. nicht zu bewerkstelligen ist.
  Polarisation
Die Polarisation beschreibt die Ausrichtung einer elektromagnetischen Welle. Man unterscheidet zwischen linearer und zirkularer Polarisation. Linear polarisierte Wellen können vertikal oder horizontal ausgerichtet sein.
  Prelaminat für RFID-Ausweise
Die Verlegung und Verbindung einer RFID-Antenne mit dem später zu verschweißendem PVC ist eine sehr aufwändige und höchste Präzision erfordernde Aufgabe. Diese Aufgabe kann wirtschaftlich sinnvoll nur von einigen sehr großen Herstellern durchgeführt werden. Um auch anderen Kartenherstellern eine hohe RFID-Plastikkartenqualität zu ermöglichen, werden sogenannte Prelaminate angeliefert, in denen Chip und Antenne bereits fest verlegt sind. Der Kartenhersteller kann diese RFID-Schicht einfach zwischen seine sonstigen PVC-Schichten legen und vollwertige RFID-Plastikkarten produzieren.
  Proximity Card
(”proximity”, engl. = “Nähe, Umgebung”). Karten mit einer Reichweite von 7 bis 15 cm werden laut ISO 14443 als Proximity Coupling Card bezeichnet. Proximity Cards kommunizieren bei einer Frequenz von 13,56 MHz.
  Reader
Als RFID Reader bezeichnet man das Gerät, das die digitale Elektronik beinhaltet, mit deren Hilfe die Daten extrahiert und von den Bits für die Formatdefinition und das Fehlermanagement getrennt werden.
Die digitale Elektronik ist für die eigentliche Lesefunktion zuständig. Sie kann auch an ein integriertes Display angeschlossen werden und/oder parallele oder serielle Datenübertragungsschnittstellen zu einem Host-Rechner oder Controller für industrielle Anwendungen bereitstellen.
  Retransfer Kartendrucker
Bei einem Retransfer-Kartendrucker  fährt die Plastikkarte  im Gegensatz zum Thermotransferdruck nicht unter einem starren thermischen Keramikdruckkopf hindurch, sondern  druckt indirekt. Beim Retransferdruck wird zunächst eine Klarsichtfolie spiegelverkehrt in einer perfekten Druckumgebung bedruckt, und später mittels hitze und Druck auf eine Plastikkarte auflaminiert. Bei diesem Laminierprozess wirkt eine erhitzze Gummiwalze, die kleinere Unebenheiten in der Karte durchaus überwinden kann. Dies ist beim Thermotransferdruck nicht möglich.
Der Retransferdruck ist dem Thermotransferdruck in Stabilität und Druckqualität weit überlegen. Leider ist diese Druckvariante aber auch um ein vielfaches teurer.
  RFID
RFID ist die Ablürzung für Radio Frequency IDentifikation.


  RFID-Antenne
Eine RFID Antenne stellt die Übertragung der Funksignale und Daten auf den RFID-Tag sicher, die zwischen dem sendenden und empfangenden Systems stattfindet.
  RFID-Blocker
Durch einen RFID Blocker oder Blocker-Tag können das Auslesen von Transpondern verhindert oder gestört werden.
  ROM (Read Only Memory)
Ein ROM-Speicher wird bei der Herstellung zusammen mit den Daten in Form von festen Schaltkreisen hergestellt, die auf keine elektronische Weise wieder verändert werden können.
Im Identifikationsmittelbereich spricht man bei Karten, die nur einen ROM-Speicher mit einer werksseitig verbauten Nummer haben, von einem Fixcode-Medium. Beispiele hierfür sind em4102, marin und miro Chips und Karten.
  Rubbelfeld
Bei einem Rubbelfeld handelt es sich um eine, auf möglichst allen Lichtfrequenzen undurchsichtige, spröde Schutzschicht, mit geringer Haftkraft, die eine Information vor unbefugtem Einblick verbergen soll. Ein Rubbelfeld muss bei Manipulationsversuchen zuverlässig und gut sichtbar zerstört werden, damit die Entwertung der geschützten Information sicher erkannt werden kann.
  Savant
Die Softwaretechnologie Savant dient zum Management und zur Veteilung von EPC-Daten in Netzwerken. Savant arbeitet in einer verteilten Architektur. Die Aufgaben von Savant sind das Filtern, Sammeln und Zählen von RFID-Transpondernummern, die Steuerung der RFID-Schreib- und Lesegeräte sowie Vorverarbeitung der Daten. Savant übernimmt auch das Interface zu Sensoren und stellt eine Schnittstelle zu verschiedenen Anwendungsprogrammen dar.
  Scanner
Ein Scanner ist ein elektrisches Gerät, welches optische Informationen in elektrische Signale umwandelt und diese für eine nachfolgende Decodierung an einen Computer überträgt. Antenne, Transmitter (oder Exciter) und Receiver sind integrale Bestandteile eines Scanners. Es ist die Kombination mit weiteren mikroprozessorgesteuerten Geräten (auch als Leser/Reader bezeichnet) möglich.
  Schreib-/Lesegerät
Bei vielen Anwendungen ist es erforderlich, dass bei der Speicherung oder Änderung von Daten auf einem Tag, dieser an dem zu identifizierenden Objekt verbleiben muss. Tags mit dieser Funktionalität sind wieder programmierbar und werden als Schreib-/Lese-Tags, Speicherkarten oder Speichermodule bezeichnet.
  Schreibgeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit, mit der Daten auf einen RFID-Tag transferiert, in den Speicher dieses RFID-Tags geschrieben und als korrekt verifiziert werden. Angegeben wird die Geschwindigkeit als durchschnittliche Anzahl von Bits oder Bytes, die pro Sekunde bis zur vollständigen Durchführung der Transaktion übertragen werden.
  Shipment-Localisation-Kit (SLK)
Mit dem Shipment Localistion Kit (SLK) können Kühlketten überwacht werden und eine effiziente Sendungsverfolgung bei unternehmensübergreifenden Transporten überwacht werden. Über eine Schnittstelle können reale Fahrtrouten zum Beispiel über Google-Earth dezidiert nachverfolgt werden.
  Smart Label, Smart-ID
entspringt aus dem englischen und bedeutet „intelligente Etiketten“. Die Kombination aus Barcode und RFID in einem Etikett wird oft als Smart Label bezeichnet.
  Tag
kommt aus dem englischen und bedeutet „Schild“ oder „Kennzeichnung“). Aus technischer Sicht ist die korrekte Bezeichnung "RFID Transponder". Der RFID-Tag  ist eine von vielen Bezeichnung für (RFID-)Transponder. Siehe auch „Transponder“, „Activer RFID Tag“, „Passiver RFID Tag“.
  TCOS
TCOS ist ein populäres Chipkartenbetriebssystem, das von der Firma T-Systems entwickelt wurde.
  Terminal
RFID-Terminals sind Geräte mit denen das Schreiben und Lesen von RFID-Transpondern möglich ist.
  Thermotransfer Kartendrucker
Bei einem Thermotransfer-Kartendrucker  fährt die Plastikkarte  unter einem starren thermischen Keramikdruckkopf hindurch. Zwischen Druckkopf  und Karte verläuft ein Thermoempfindliches Farbband, das in einzelne Farbsegmente aufgeteilt ist.  Bei einem mehrfarbigen Kartendruck fährt die Karte daher bis zu sechs mal unter dem Druckkopf hindurch.
Die direkte Berührung des Druckkopfes und Farbbandes bedingt, dass die Kartenoberfläche perfekt plan sein muss, da sonst Druckaussetzer entstehen. Der Druckkopf selbst ist absolut starr und kann keinerlei Unebenheiten ausgleichen.
  Transponder
Transponder ist ein Kunstwort und setzt sich aus den Begriffen „Transmitter“ und „Responder“ zusammen. (andere gängige Bezeichnungen sind u.a. RFID-Etiketten, RFID-Tags oder RFID-Label).
Siehe auch „Tag“, „Activer RFID Tag“, „Passiver RFID Tag“.
  TrippleDES
Das TrippleDES-Verfahren ist im Prinzip eine erhöhung der Sicherheit, durch dreifache Ausführung des DES-Verfahrens mit 3 unterschiedlichen Schlüsseln. Bei Verwendung gleicher Schlüssel ist allerdings keine relevante Sicherheitsoptimierung zu erwarten.
  TRW (T)hermo(R)e(W)ritable Kartendrucker
Thermorwitable Kartendrucker können Plastikkarten aus einem speziellen Material mehrfach beschreiben und wieder löschen. Die Beschreib und Löschbarkeit ist hierbei nicht unlimitiert oft wiederholbar. Die TRW-Plastikkarte enthält eine Schicht aus einem PVC/Thermochromatischen Material, welches bei einer spezifischen Hitzeeinwirkung eine Farbe annehmen oder auch wieder verlieren kann. Die Thermochromatischen Partikel sind bei geringen Abweichungen  von der Wirktemperatur dauerhaft  in der jeweiligen Farbe verweilend, was eine  Schlierenwirkung bei Langzeiteinsatz bedingt.
  Vicinity Card
vicinity entspringt aus dem englischen und bedeutet "Nachbarschaft, Nähe". Vicinity Cards sind Karten nach ISO 15693. Die ISO 15693-Norm beschreibt Chipkarten mit einer Reichweite von bis zu einem Meter. Die Karten arbeiten bei 13,56 MHz. Die Energieversorgung erfolgt induktiv aus dem Wechselfeld des RFID-Readers. Dazu enthält die Karte eine großflächige Antennenspule. Die Karten sind laut ISO 7810 genau 85,72 mm x 54,03 mm x 0,76 mm groß.